Forschung spielt gerade bei Unternehmen wie bionic surface technologies GmbH eine wichtige Rolle. Forschungsprojekte in verschiedenen Spezialgebieten ermöglichen weitere Einblicke in neue Fachgebiete. Dies wiederum führt zu größerer Erfahrung im Bereich der Strömungstechnik allgemein. Schlussendlich profitieren auch unsere Partner bei technischen Dienstleistungsprojekten von dem so neu generierten Know-how. Um einen kleinen Überblick über die verschiedenen öffentlich laufenden Forschungsprojekte zu geben, werden hier die einzelnen Projekte kurz vorgestellt.

Anfang 2015 startete das EU geförderte H2020-Projekt “R2R Biofluidics”. Das Horizont 2020 Programm ist das weltweit größte, transnationale Programm für Forschung und Innovation (siehe auch H2020).
Mit Projektpartnern aus Österreich, Spanien, Dänemark und Deutschland wird im Projekt R2R Biofluidics vier Jahre lang eine Prozesskette für die Produktion von bioanalytischen Chip-Geräten entwickelt. Dabei werden mittels Rolle-zu-Rolle (R2R) Nanoprägung zwei Demonstratoren entwickelt, die in der medizinischen Schnelldiagnostik eingesetzt werden. Demonstrator 1 ist ein diagnostischer Chip mit eingeprägten mikrofluidischen Kanälen, mittels Fotodetektoren kann die freigesetzte Chemilumineszenz detektiert werden. Demonstrator 2 enthält Zell-Chips mit Vertiefungen und mikro- bis nanoskalierten Kanälen, die das kontrollierte Kultivieren von Neuronen ermöglichen. Diese werden in weiterer Folge bei Hochdurchsatzscreenings für Medikamente verwendet. bionic surface technologies ist bei diesem Projekt für die herausfordernde Simulation der Mikro- und Nanokanäle verantwortlich. So soll in der Entwicklung das ideale strömungstechnische Design der Kanäle sichergestellt werden. Mit dem generierten Know-how werden nun auch schon weitere Entwicklungen in der Mikro- und Nanofluidik mit Partnern vorangetrieben. Weitere Infos zum Projekt unter www.r2r-biofluidics.eu.

Ein weiteres, ebenfalls über die H2020 Schiene teilgefördertes, Projekte nennt sich „Riblet4Wind“. Dabei geht es um die Anbringung von Ribletoberflächen (siehe auch Riblets) auf Großwindkraftwerken.
Durch die Anbringung von Riblets auf den Rotorblättern wird das Verhältnis von Strömungswiderstand und Auftrieb verbessert und dadurch kann eine Effizienzsteigerung von bis zu 6% erreicht werden.  Mit Partnern aus Deutschland, Spanien, Dänemark und Großbritannien werden die verschiedenen Methoden der Anbringung untersucht und getestet. bionic surface technologies trägt im Projekt mit seinem selbst entwickelten Ribletalgorithmus zur Auslegung der Riblets bei. Damit ist gewährleistet, dass der maximale Nutzen bei deren Anwendung geschaffen wird.

Das Projekt „ReLam“ wird im Rahmen der FFG TAKE OFF Initiative (siehe TAKE OFF) teilgefördert. TAKE OFF ist das Programm zur Umsetzung der FTI-Strategie für den österreichischen Luftfahrtsektor. Es soll die Wettbewerbsfähigkeit des Innovationsstandortes sichern, Umweltschutz und Schadstoffreduktion forcieren und das Luftverkehrssystem durch Innovation gesamtheitlich verbessert. ReLam startete 2014 und beschäftigt sich mit der Relaminisierung und der Entwicklung von numerischen Codes. Im Zuge dieses Forschungsprojekts konnten in Kooperation mit der TU Graz bereits zwei Papers mit den Titeln „Comparison of RANS and Embedded LES Calculations with Measurements of Transitional Flow Along a Flat Plate“ und „RANS and eLES Simulations of Relaminarization“ veröffentlicht werden.

p

ReLam steht für Untersuchung von Relaminarisierung in den Grenzschichten von Triebwerksstufen zur Wirkungsgradverbesserung

 

Ein weiteres Projekt im Luftfahrtbereich beschäftigt sich mit Turbinen und verschiedenen Maßnahmen zur Schallpegelreduzierung am Turbinengehäuse. Da einige dieser Maßnahmen die Oberfläche der Schaufeln und auch der Seitenwände verändern, hat dies Rückwirkungen auf die Grenzschichtentwicklung. Ziel des Projekts „hallstaTt“ ist es, Vorschläge unter Berücksichtigung aeroelastischer Begleiterscheinungen zur Reduktion der Schallemissionen von Triebwerken zu geben, um eine gesamtheitliche Optimierung zu ermöglichen. bionic surface technologies trägt bei dem seit 2015 laufenden Kooperationsprojekt mit der TU Graz mit verschiedensten Strömungssimulationen zum Erreichen der vorgenommenen Ziele bei.

Gemeinsam mit der TU Graz und dem Unternehmen Springer und Pieringer EDV Dienstleistungen OG hat bionic surface technologies 2016 das Forschungsprojekt „EisenerZ“ gestartet. Das Ziel des Forschungsprojekts ist die experimentelle und numerische Untersuchung des Einflusses von Zuström-Inhomogenitäten auf die Schwingungsanregung eines Turbinenrotors. Die Herausforderung besteht für die Numerik darin, dass der gesamte Umfang von 360° modelliert und simuliert werden muss. Da diese Berechnungen sehr viel Zeit und Ressourcen beanspruchen, wird parallel zu den Messungen und numerischen Simulationen ein eigenes Berechnungstool programmiert, dadurch kann die Stabilität des Systems in kurzer Zeit berechnet werden.

p

EisenerZ steht für Einfluss von Zuström-Inhomogenitäten auf die Schwingungsanregung einer NDT moderner Zweikreistriebwerke

p

TURANDOT steht für TURbulence ANd Optical Measurements for Duct Surface Optimization in Turbofans.

Seit diesem Jahr dreht sich im Forschungsprojekt „TURANDOT“ alles um Turbinen. Um die Effizienz von Flugzeugen zu steigern, ist eine wichtige Schlüsselkomponente der Turbinenübergangskanal zwischen Hoch- und Niederdruckturbine. Verschiedene Faktoren führen in vielen Fällen zu einer schlechten Strömungsqualität in diesem Bereich. Eines der Ziele des Forschungsprojekts ist deswegen ein Gewinn an Einsicht in die Strömungsphysik und eine Charakterisierung der Turbulenzentwicklung durch den Kanal. Durch die FFG Förderschiene „Beyond Europe“ ist es möglich mit internationalen Projektpartnern aus den USA und Indien, sowie der TU Graz das Potenzial von widerstandsreduzierenden Modifikationen der Oberflächen untersucht.

Das Forschungsprojekt „SIMSlider“ hat ebenfalls seit 2017 die Entwicklung von Simulationsalgorithmen für ein komplettes rollenbasiertes Beschichtungs- und Prägeverfahren für Mikro- und Nanostrukturen zum Ziel. Anhand von simulierten und experimentell verifizierten Ergebnissen wird ein ideales Verfahren entwickelt, sodass Nanostrukturen funktionell und gleichzeitig im industriellen Maßstab herstellbar sind. Gerade für bionic surface technologies ist die Entwicklung von Verfahren für Mikro- und Nanostrukturen für die eigenen Riblets von großem Interesse. Das im Rahmen der FTI-Initiative „Produktion der Zukunft“ eingereichte Projekt wird mit Joanneum Research Materials sowie dem deutschen Partnerunternehmen fmp technology GmbH in den nächsten 3 Jahren durchgeführt.

p

SIMSlider steht für Simulation von Rollenbeschichtungs- und Prägeverfahren – Slot-Die-Coating, Nano-Imprinting und Demolding in R2R

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies und Google Analytics zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen