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Bionic surface technologies bei der Bridgestone World Solar Challenge

Vom 13. bis zum 17. Oktober 2019 fand zum 15. Mal das wohl härteste Rennen der Welt für Solarfahrzeuge statt. Über 3000 Kilometer quer durch die Städte und Landschaften Australiens galt es für die Fahrerinnen und Fahrer zu bestreiten. Auch bionic surface technologies war mit von der Partie und unterstützt mit seiner einzigartigen Haifischhaut-Technologie das niederländische Team von Vattenfall.


NunaX mit Riblets | Credit: Jorrit Lousberg

NunaX mit Riblets | Credit: Jorrit Lousberg

Von Norden nach Süden

Schon seit dem Jahr 1987 messen sich Teams aus der ganzen Welt mit ihren selbst konstruierten, elektrisch betriebenen Solarfahrzeugen bei der World Solar Challenge.
Was vor 30 Jahren mit beschaulichen 13 Teams anfing, wuchs nun – auch dank dem immer größer werdenden Bewusstsein für die Umwelt – zu einem beachtlichen Event mit bis zu 53 Teams aus 24 Ländern und drei verschiedenen Klassen im Jahr 2019 heran.

Trotz der drei verschiedenen Klassen „Challenger“, „Cruiser“ und „Adventure“ ist das Prinzip der World Solar Challenge bis heute gleich geblieben. Zurückgelegt werden müssen rund 3022 Kilometer, angefangen an der Nordküste in Darwin über die weiten Landschaften auf den Straßen Australiens bis zum südlichen Zipfel, an dem die „festival city“ Adelaide liegt.
Unterwegs sind die Teams in einem Konvoi aus mindestens drei Fahrzeugen: dem Lead, dem Solar Car und dem Chase von 8:00 Uhr in der Früh bis zum späten Nachmittag um 17:00 Uhr. Während in der Mitte der Rennfahrer das Solarfahrzeug steuert, ist der Lead an der Front für die Navigation und den Streckencheck, und der Chase am Ende für Strategien bezüglich Wetter, Geschwindigkeit und Energie verantwortlich.

Natürlich drängt sich irgendwann auch die Frage auf: Warum dieses ganze Spektakel alle zwei Jahre?
Im Vordergrund steht die publikumswirksame Präsentation der Erforschung und Entwicklung von Solarfahrzeugen – Innovation, Effizienzsteigerung und Emissionseinsparungen sind hierbei die wichtigsten Faktoren.

Die verschiedenen Klassen werden aufgeteilt in:
– Challenger –
Dabei handelt es sich um ein klassisches Rennen. Hier steht die Schnelligkeit im Vordergrund.

– Cruiser –
Hierbei geht es darum, Solarfahrzeuge massentauglich zu machen; Ziel ist es also, so viele Passagiere so energieeffizient wie möglich zu transportieren. Effizienz und Alltagstauglichkeit sind ausschlaggebend für den Sieg.

– Adventurer –
Modelle aus vergangenen Jahren oder ohne Zulassung zum Rennen messen sich in dieser Klasse. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass sie ohne Wertung fahren.
Damit leichte Fahrer nicht bevorzugt werden, erhalten alle Fahrer so viel Blei mit in ihr Cockpit, bis die Grenze von 80 Kilogramm erreicht wird.

Nur ein „Haufen Studenten“? – das Solar Team von Vattenfall

Auch wieder bei der Bridgestone World Solar Challenge mit dabei ist das Nuon Solar Team aus den Niederlanden.
Bereits zum zehnten Mal nehmen 16 engagierte Studierende der Technischen Universität Delft an dem Rennen teil; dabei wird für mindestens 18 Monate das Studium ausgesetzt – um genügend Zeit für die Planung, die Konstruktion und den Bau dieses Fahrzeuges aufbringen zu können.
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall AB steht dabei als Hauptsponsor hinter seinem Solar Team, denn sie sind überzeugt: man möchte innerhalb einer Generation ein Leben ohne Fossile Brennstoffe erreichen und das Team der Universität Delft zeigt dies auf beeindruckende Weise.
Insgesamt neun Mal sind sie mit ihrer Nuna-Serie auf dem Treppchen (7x Erster und 2x zweiter Platz) der Bridgestone World Solar Challenge vertreten und halten seit dem Jahr 2005 sogar den aktuellen Streckenrekord mit einer Zeit von 29 Stunden und 11 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 102,75 km/h.

In Kooperation mit bionic surface technologies – die „Geheimwaffe“

Dieses Jahr nahmen sie ein galantes Fahrzeug, das den Namen NunaX trägt, mit ins Rennen.
Und NunaX kann sich sehen lassen: schlanke 133 Kilogramm bringt der niederländische Flitzer auf die Waage, was es der Neu-Entwicklung jedes Bauteiles und das Einsetzen neuer Werkstoffe verdankt.
Doch nicht nur auf die Leichtigkeit wurde ein Augenmerk gesetzt, auch Wind spielt – wie erwartet – eine große Rolle. NunaX wurde so konzipiert, dass es ein besonders aerodynamisches Design aufweist, und dieser Grundgedanke hier sogar noch weitergeführt wurde. So weisen einige Teile des Fahrzeuges die Funktion von Segeln auf und erzeugen bei Seitenwind eine Vorwärtsbewegung. Dies führt dazu, dass das Solar Car nicht allein durch Sonnen-, sondern auch durch Windenergie angetrieben wird.

Neben all diesen Eigenschaften besitzt das Rennfahrzeug des niederländischen Solar Teams allerdings als Einziger im diesjährigen Rennen eine absolute Geheimwaffe, gegen die die Konkurrenz keinerlei Chancen hat: die bekannte Sharkskin-Folie aus dem Hause bionic surface technologies.
Diese legt sich wie eine zweite Haut über die einzelnen Fahrzeugteile und steigert durch seine spezielle Struktur nicht nur die Aerodynamik, sondern im Zuge dessen auch die Effizienz.
Es ist das erste Mal überhaupt, das ein Solarfahrzeug mit dieser fein gerippten Folie ausgestattet wurde.

Vattenfalls Solar Car in Flammen

Mit NunaX auf dem ersten Platz und der weit abgeschlagenen Konkurrenz konnte man fast garantieren, dass das Team von Vattenfall erneut einen überragenden Sieg verzeichnen konnten.
Doch es kam anders als erwartet: 200 Kilometer vor der Ziellinie zerplatzte der Traum vom großen Sieg der niederländischen Studenten, als ihr Solarcar plötzlich zu brennen anfing. Der Fahrer, Tim van Leeuwen, konnte sich aus dem brennenden Auto retten und blieb unverletzt.
Der Grund des Brandes ist bisher unklar; Ermittlungen wurden allerdings angesetzt.

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