Immer wendiger. Immer schneller. Immer besser. Das sind die Anforderungen an die Ingenieure,
die hinter den Rennmaschinen des Red Bull Air Race stehen.
Doch wie kann man dies erreichen, wenn sowohl die Einheitsmotoren als auch die einheitlichen
Propeller kaum Spielraum übriglassen?
Die Antwort darauf sind die bionischen Oberflächen und die mögliche Optimierung
der Einzelkomponenten durch vorhergehende Strömungssimulationen
von bionic surface technologies.

Im Sommer 2015 arbeitete bionic surface technologies zusammen mit dem Team des ungarischen Flugpiloten Peter Besenyei und den Projektpartnern Red Bull, Zivko Aeornautics und FACC an der Umsetzung der perfekten, rundum optimierten Rennmaschine, welche am 4. Juli 2015 beim Red Bull Air Race in Budapest ihr Debüt feierte.
Der Beginn der dreimonatigen Entwicklung war gekennzeichnet durch das Auswählen der Rennmaschine: es kamen zwei Modelle, einmal die Corvus Racer 540 und einmal die ZIVKO EDGE V3, in Frage, welche mittels Strömungssimulation analysiert wurden.
Durch die genauen Berechnungen unserer Techniker kristallisierte sich die ZIVKO EDGE als aerodynamisch günstigeres Modell heraus.

Mittels weiterer Strömungsanalysen wurde die gesamte Aerodynamik des Flugzeuges, sowie auch uneinsichtige Strömungen sichtbar gemacht. Dadurch wurden mehrere einzelne Komponenten des Flugzeuges erkennbar, an denen eine Optimierung sinnvoll vorgenommen werden kann.
Eine grundlegende Veränderung wurde an der Motorverkleidung vorgenommen.
Dabei wurden mehrere aerodynamisch-günstige Varianten der Kühleinlässe, deren Position und Größe einen relevanten Einfluss auf die gesamte Aerodynamik haben, entwickelt und in verschiedenen Betriebspunkten auf ihre Tauglichkeit geprüft.

Die Flügelspitzen, auch Wingtips genannt, sind ein wichtiger Bereich, an dem ebenfalls gearbeitet wurde.
Sowohl Wingtips, also eine flache Verlängerung der Flügelspitze, als auch die Winglets, die

Ähnlichkeiten mit einem Spoiler besitzen, erfreuen sich mittlerweile in der Welt des Flugzeugsports großen Anklang.
Durch ihre besondere Form wird das Flugzeug nicht nur schneller, sondern auch besser in der Handhabung.

Genauso wie die speziellen Wingtips wurde auch das Canopy, also das Cockpit, extra für die Rennbedingungen optimiert, was zusammen mit der Optimierung der Radschuhe zu einer Steigerung der Effizienz und Geschwindigkeit beiträgt.

Natürlich darf bei einem aerooptimierten Flugzeug aus dem Hause BST nicht die berühmte Riblet-Technologie fehlen. Zusätzlich zu der Effizienzsteigerung von rund 13% kamen durch den Auftrag der Shark-Skin weitere 4% hinzu.

Die Optimierung der ZIVKO EDGE 540 V3 verhalf nicht nur Peter Besenyei zu einem 6. Platz aus dem Hinterfeld, sondern lieferte auch wichtiges Know-How für Folgeprojekte im Bereich der Windkraft.

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Im Red Bull Air Race werden Winglets und Wingtips (oder auch Flügelspitze) eingesetzt. Wingtips sind eine Verlängerung der Flügelspitze, die relativ flach ist und kaum eine vertikale Struktur hat. Winglets sind im Gegensatz dazu ähnlich wie Spoiler, welche in einem anderen Winkel zum Flügel stehen.

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