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Kleine Veränderungen, große Wirkungen Riblet Folie verhilft auf Platz 1

Zwischen August und September 2021 fanden im spanischen San Sebastián die Wettkämpfe der Trainera Rigatta, einmal in der Liga San Miguel und einmal in der Bandera de la Concha, statt. Rund 12 Teams bestehend aus 13 Ruder:innen maßen sich in mehreren spannenden Teilwettkämpfen, um auf die erhofften ersten Plätze zu fahren. Geschafft hat es schlussendlich gleich zwei Mal das Team Itasoko Ama Santurtzi aus dem gleichnamigen Fischerdorf nahe der Metropole Bilbao – BST ist sehr stolz darauf, einen kleinen Anteil mit großer Wirkung beigetragen zu haben. 

© Foto Aitor Arrizabalaga / Eusko Label Liga
© Foto Aitor Arrizabalaga / Eusko Label Liga

Vom Fischerboot in die erste Liga

Santurtzi, mittlerweile ein kleiner Vorort der baskenländischen Stadt Bilbao, ist als ehemaliges Fischerdorf bekannt für seine Affinität zu Wasser. Kaum verwunderlich ist es also, dass dort ein eigener Ruderverein entsprang, der es dieses Jahr weit brachte. 
Immer wieder verzeichnete der Verein aus Santurtzi seit ihrer Gründung im Jahr 1976 Erfolge – einerseits als Ruderteam selbst, andererseits wuchsen einige Mitglieder über den Verein hinaus und wurden in anderen Disziplinen erfolgreich.
Im Jahr 2017 schaffte es das Team mit ihrem Boot – der La Sotera – in die erste Liga im Trainera Rudersport. Nach einem ersten Sieg in der Liga San Miguel in den Jahren seit ihrem Aufstieg in die Liga, feierten sie dieses Jahr sogar zwei erste Plätze – ein Mal in der schon bekannten Liga San Miguel und ein Mal in der Bandera de La Concha.
Während die Liga San Miguel aus 18 Rennen, wobei einige davon zwei Renntage aufweisen, in der Saison besteht, gilt es bei der Bandera de La Concha nur zwei Rennen an zwei Tagen zu gewinnen. Allerdings ist ein gutes Abschneiden in der Liga San Miguel ausschlaggebend für eine Teilnahme an der Bandera La Concha: nur die besten acht aus insgesamt zwölf Teams der Saison dürfen an dieser Veranstaltung teilnehmen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. 
Die Ermittlung des Gewinnerteams ist hierbei denkbar einfach. 

  • An beiden Renntagen rudern die einzelnen Mannschaften eine vorher definierte Strecke. 
  • Hierbei wird die Zeit gestoppt. 
  • Die Zeiten beider Tage werden schlussendlich zusammengefasst. 
  • Die Mannschaft mit der niedrigsten Zeit gewinnt. 

Während Santurtzi am ersten Renntag mit einer Zeitdifferenz von 1.74 Sekunden Zweiter wurde, schlugen sie die Gewinner der letzten drei Jahre, den Verein Hondarrribia, mit einem Vorsprung von 2.22 Sekunden am Tag 2 der Rennen. Mit einer Differenz von 0.48 Sekunden konnte Santurtzi also nach 36 Jahren das erste Mal wieder einen Sieg in dem bekannten Rennen einstreichen.

Vorsprung durch Riblets

Um die Leistung des Bootes zu verbessern, wurde der Einsatz von Riblets in Betracht gezogen. Ähnlich wie andere Sportboote wird die La Sotera außerhalb des Wassers gelagert und der Rumpf nach jedem Rennen gründlich gereinigt, um möglichen Bewuchs zu vermeiden, welcher das Boot während des Rennens verlangsamen würde.
Auf diese Weise werden mögliche mikrostrukturierte Oberflächen sauber gehalten und können die Leistung um etwa 5 bis 15 Sekunden verbessern – je nach den tatsächlichen Strömungsverhältnissen zwischen Wasser und Boot während eines Wettkampfes.
Die Riblets von BST wurden deswegen an den Teilen des Bootes, der sich fortwährend unter Wasser befand – wie zum Beispiel der Rumpf – mittels Folie appliziert. Der Bug hingegen wurde nicht in Betracht gezogen. Grund hierfür war der Wellengang: aufgrund dessen ragt während des Ruderns der Bug zeitweise aus dem Wasser heraus; die Applikation von Riblet-Folie würde an diesen Flächen keinen nennenswerten Nutzen bringen. 
Schlussendlich kann behauptet werden, dass der geringere Reibungswiderstand, ermöglicht durch die Applikation exakt ausgelegter Riblets am Rumpf, maßgeblich zum Sieg der baskischen Rudermannschaft beigetragen hat. Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung also!